Steuerliche Forschungszulage gemäß FZulG

Überblick

Mit Inkrafttreten des Gesetzes zur steuerlichen Forschungsförderung (FZulG) wurde die deutsche Förderlandschaft um ein interessantes Instrument erweitert. Demnach besteht für KMU und Großunternehmen die Möglichkeit, Förderung für eigenes Personal, welches in FuE-Projekten eingesetzt wird, in Höhe von bis zu vier Millionen Euro pro Geschäftsjahr zu beantragen. Mit einer Förderquote von 25% ergibt sich so eine mögliche steuerliche Zulage in Höhe von bis zu einer Million Euro

Antragsverfahren

Um die Förderung in Anspruch zu nehmen, ist zunächst notwendig, die FuE-Zulagen zu qualifizieren. Dazu müssen die Forschungsprojekte beschrieben und damit verbundene technische Risiken hervorgehoben werden. 

Um Ihre Beantragung prüfungssicher zu gestalten, sollte zudem eine belastbare Dokumentation der Mitarbeitereinsätze sowie der Entwicklung und Ergebnisse vorliegen.

Förderanträge für Ihre FuE-Tätigkeiten können dann jederzeit bei der BSFZ eingereicht werden. Werden Ihre Tätigkeiten als FuE anerkannt, erhalten Sie eine entsprechende Bewilligung, welche Sie mit der Unternehmenssteuererklärung für das betroffene Jahr beim Finanzamt einreichen. Die Zulage wird mit Ihrer Unternehmenssteuerlast verrechnet. Übersteigt die Zulage die Steuerlast, erfolgt eine Auszahlung.

 
 
Zusammenfassung

Folgende Merkmale besitzt die steuerliche Forschungsförderung:

  • Anwendbar für ab Januar 2020 begonnenen FuE-Vorhaben

  • Steuerliche Forschungszulage kann von allen Unternehmensarten beantragt werden

  • Bemessungsgrundlage sind FuE-Personalkosten von (coronabedingt) maximal vier Millionen Euro, Sachmittel sind nicht förderfähig

  • Die Zulage beträgt 25% der Personalkosten, pro Geschäftsjahr maximal eine Million Euro

  • Doppelförderung von FuE-Personal ist ausgeschlossen

  • Förderung von Auftragsforschung ebenfalls förderfähig

 
Unsere Unterstützung

Gerne unterstützen wir Sie bei der Beantragung der steuerlichen Forschungszulage. Unsere Vorgehensweise sieht dabei zwei Phasen vor:

In der ersten, für Sie kostenfreien Phase können Sie Ihre konkreten Fragen zur steuerlichen Forschungsförderung stellen, um eine erste Orientierung zu erlangen und Ihre FuE-Aktivitäten einer ersten Einschätzung hinsichtlich der Erfolgswahrscheinlichkeit durch uns unterziehen zu lassen.

Sollten Sie sich für die Beantragung der Forschungszulage entscheiden, unterstützen wir Sie bei der Identifikation aller relevanten FuE-Tätigkeiten in Ihrem Unternehmen, der Darstellung Ihrer Aktivitäten im Rahmen der formalen Beantragung und bei der Abwicklung des Antragsverfahrens.